Sommerhitze: so kommt Ihr Hund sicher durch heiße Tage
7. August 2026 4 Min. Lesezeit
Hunde vertragen Hitze deutlich schlechter als wir. Schwitzen können sie kaum, überschüssige Wärme geben sie über das Hecheln ab, und dieses System stößt um die 30 Grad schnell an seine Grenzen. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Sommergewohnheiten übersteht Ihr Hund auch die Hitzewelle sicher.
Gassizeit: früher Morgen und später Abend
Bei Hitze gehört die große Runde in die frühen Morgenstunden oder auf die Zeit nach Sonnenuntergang. Tagsüber reicht eine kurze, schattige Runde, und Ballspiele oder Rennen verschieben Sie am besten komplett auf kühlere Tage. Ein Hund im Spielmodus hört nicht von selbst auf, auch wenn er längst überhitzt ist.
Der Asphalt ist eine eigene Gefahrenquelle: In praller Sonne wird er schon bei 25 Grad Lufttemperatur über 50 Grad heiß. Der Fünf-Sekunden-Test hilft: Legen Sie den Handrücken auf den Asphalt. Halten Sie es keine fünf Sekunden aus, verbrennt er auch die Pfoten Ihres Hundes. Weichen Sie dann auf Gras- und Waldwege aus.
Das Auto ist kein Warteplatz
Der Innenraum eines geparkten Autos erhitzt sich schon bei 25 Grad Außentemperatur innerhalb von zwanzig Minuten auf über 40 Grad, und ein spaltbreit geöffnetes Fenster ändert daran fast nichts. Im Sommer bleibt der Hund niemals allein im Auto, auch nicht für ein paar Minuten. Wenn Sie ihn bei Ihren Erledigungen nicht überallhin mitnehmen können, ist er zu Hause im Kühlen besser aufgehoben.
Abkühlung für zu Hause
Die Basis sind ein schattiger Ruheplatz und stets frisches Wasser. Darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die den Sommer Ihres Hundes deutlich angenehmer machen:
- Eine Kühlmatte: Ihr Hund legt sich von selbst darauf, wenn ihm warm ist.
- Mehrere Wassernäpfe in Wohnung und Garten, täglich frisch befüllt.
- Ein feuchtes Handtuch, mit dem Sie Bauch und Pfoten abwischen können.
- Für wasserbegeisterte Hunde ein kleines Planschbecken im Garten.
Hunde mit doppeltem Fell (etwa Husky oder Schäferhund) sollten Sie nicht kahl scheren lassen: Das Fell isoliert auch gegen Hitze. Regelmäßiges Bürsten hilft stattdessen, denn es entfernt die abgestorbene Unterwolle.
Wer besonders gefährdet ist
Kurznasige Rassen wie Französische Bulldogge oder Mops kühlen sich durch Hecheln weniger effektiv, für sie wird Hitze deshalb viel schneller gefährlich. Dasselbe gilt für ältere, übergewichtige und sehr dicht befellte Hunde. Mit ihnen sind im Sommer ein noch ruhigeres Tempo und noch kürzere Runden die sichere Wahl.
Wann Sie an Überhitzung denken sollten
Starkes, hastiges Hecheln, zäher Speichel und ein unsicherer, taumelnder Gang sind Warnzeichen. Bringen Sie den Hund dann sofort in den Schatten, bieten Sie Wasser an und rufen Sie die Tierarztpraxis an. Warten Sie bei Verdacht auf Überhitzung nicht ab, und wenden Sie sich bei allen gesundheitlichen Fragen an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Sie haben eine Frage zu Kühlmatte und Co.? Schreiben Sie uns, wir helfen gern bei der Auswahl.