Kleintier

Kaufberatung: Kleintierzubehör

Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster: drei verschiedene Tiere, drei verschiedene Bedürfnisse. Die häufigsten Fehler beim Kleintierzubehör entstehen, weil Geschäfte alle über einen Kamm scheren. Diese Kaufberatung zeigt tierartgerecht, worauf es bei der Auswahl ankommt.

Käfiggröße für Meerschweinchen und Kaninchen: der häufigste Fehler

Bei der Käfiggröße für Meerschweinchen führt das Ladenangebot in die Irre: Die meisten Boxen, die als Käfig verkauft werden, taugen in Wahrheit nur als Nachtquartier. Zwei Meerschweinchen brauchen mindestens 120 x 60 Zentimeter Grundfläche, Kaninchen noch mehr, und beide Arten sind Gruppentiere, gehören also zu zweit oder in der Gruppe gehalten. Für die Einrichtung gilt eine einfache Regel: Versteck, Futterplatz und Bewegungsraum gehören hinein, sauber voneinander getrennt. Die komplette Anleitung zu Maßen und Einrichtung finden Sie in unserem Ratgeber zum Zuhause.

Heu und Fütterung: warum eine Heuraufe sein muss

Heu ist die Grundlage der Ernährung von Meerschweinchen und Kaninchen und muss deshalb ständig verfügbar sein. Auf den Boden gestreutes Heu vermischt sich aber schnell mit der Einstreu, wird feucht, und das Tier frisst es nicht mehr. Genau das löst die Heuraufe: Das Heu bleibt sauber und trocken, und das Tier bedient sich, wann es möchte. Auch Nagematerial ist kein Luxus, sondern ein Bedürfnis, denn es hilft beim Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne. Die Qualität sieht man dem Heu an: Gutes Heu ist grünlich, duftet und staubt nicht, den gelblichen, bröseligen Ballen lassen Sie im Regal.

Bewegung je nach Tierart: das Laufrad gehört dem Hamster

Das Laufrad ist eine Hamstersache, und auch dort zählt die Ausführung: Die Laufradgröße für den Hamster stimmt, wenn der Rücken beim Laufen gerade bleibt, und die Lauffläche muss geschlossen sein, nicht aus Gittersprossen. Für ein leises, kugelgelagertes Rad wird auch Ihre Nachtruhe dankbar sein. Für Meerschweinchen und Kaninchen ist ein Laufrad dagegen tabu, weil es ihrer Wirbelsäule schadet: Sie brauchen täglichen Auslauf mit Verstecken. Die Details je Tierart sammelt unser Artikel zur Beschäftigung.

Trinkflasche oder Napf, und die Hygiene

Beim Trinken gibt es zwei Schulen: Die Trinkflasche hält das Wasser sauber und kippt nicht um, der Napf erlaubt dafür eine natürlichere Trinkhaltung. Viele Halter bieten beides an und lassen das Tier entscheiden. Egal wofür Sie sich entscheiden: Das Wasser wird täglich gewechselt, die Tränke wöchentlich gespült, bei der Flasche prüfen Sie dabei auch das Kugelventil auf Verklemmen. Bei der Einstreu greifen Sie zur staub- und duftstofffreien Variante, und die gründliche wöchentliche Reinigung ist der beste Schutz gegen Gerüche und Krankheiten zugleich.

Wenn Sie die Liste auf Ihr eigenes Tier zuschneiden möchten, schreiben Sie uns, wir helfen gern.